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💵 Bruttolohn-Berechnung
Diese Seite erklärt, wie Assistenz Connect den Bruttolohn einer Assistenz berechnet. In der Monatszeitabrechnung steht er in der Zeile Gesamt: die Summe aller Gehaltszeilen darunter, Abzüge mit Minus. Wie eine einzelne Zahl dort zustande kam, zeigt ein Klick auf sie: ihr Rechenweg, mit den Diensten, aus denen sie besteht.
Wie gerechnet wird, hängt von der Lohnart ab, die Sie in den Stammdaten der Assistenz unter Gehaltsdaten wählen: Stundenlohn oder Festgehalt. Das ? im Titel der Karte führt auf diese Seite.
Stundenlohn
Bei Stundenlohn wird jede Stunde bezahlt:
Bruttolohn = (Basiszeit − Pausen) × Stundenlohn + Zuschläge + Teamsitzung + Krankheits- und Freistellungszeit + Urlaub + Bereitschaft und Vertretung + Pauschalzahlungen
- Die Basiszeit sind die Stunden aller gearbeiteten Dienste, auch übernommener Vertretungen und vom Arbeitgeber abgesagter Dienste (siehe Absagen), dazu die Teamsitzungen, die wie ein Dienst bezahlt werden. Die Pausen gehen davon ab.
- Die einzelnen Bestandteile stehen weiter unten.
Beispiel mit einem Stundenlohn von 15,00 €:
- Basiszeit 120 Stunden, davon 5 Stunden Pause: (120 − 5) × 15,00 € = 1.725,00 €
- Nachtzuschlag 25 % für 20 Nachtstunden: 20 × 15,00 € × 25 % = 75,00 €
- Sonntagszuschlag 50 % für 8 Sonntagsstunden: 8 × 15,00 € × 50 % = 60,00 €
- ein kranker Dienst von 10 Stunden, abzüglich 45 Minuten Pause: 9,25 × 15,00 € = 138,75 €
- Bruttolohn: 1.725,00 € + 75,00 € + 60,00 € + 138,75 € = 1.998,75 €
Festgehalt
Bei Festgehalt trägt die Zeile Basiszeit das Monatsgehalt, unabhängig davon, wie viele Stunden die Assistenz gearbeitet hat. Hat sie im Monat keinen Dienst, steht das Monatsgehalt in der Zeile Arbeitszeit. Mehr- oder Minderstunden gegenüber den Stunden pro Monat landen im Zeitkonto, nicht im Lohn.
Zuschläge kommen zum Monatsgehalt hinzu. Gerechnet werden sie mit dem rechnerischen Stundenlohn:
Rechnerischer Stundenlohn = Monatsgehalt ÷ Stunden pro Monat
Die Stammdaten zeigen den Wert und seine Herleitung unter dem Feld Stundenlohn (Rechnerisch) (C):


Beispiel mit einem Monatsgehalt von 2.900,00 € und 160 Stunden pro Monat:
- Rechnerischer Stundenlohn: 2.900,00 € ÷ 160 = 18,125 € (angezeigt 18,13 €; gerechnet wird mit dem genauen Wert)
- Nachtzuschlag 25 % für 20 Nachtstunden: 20 × 18,125 € × 25 % = 90,63 €
- Bruttolohn: 2.900,00 € + 90,63 € = 2.990,63 €
Teamsitzung, Urlaub und Krankheit bringen bei Festgehalt kein zusätzliches Geld: Das Monatsgehalt deckt sie ab. Ihre Stunden zählen im Zeitkonto. Wird eine Teamsitzung wie ein Dienst bezahlt, bringt sie wie ein Dienst zur selben Zeit ihre Zuschläge, etwa am Sonntag oder in der Nacht.
Stundenlohn (Vertrag)
Steht im Arbeitsvertrag ein eigener Stundenlohn, tragen Sie ihn in den Stammdaten in das Feld ein; es heißt dann Stundenlohn (Vertrag). Im Beispiel oben mit 19,00 €:
- Nachtzuschlag 25 % für 20 Nachtstunden: 20 × 19,00 € × 25 % = 95,00 €
- Bruttolohn: 2.900,00 € + 95,00 € = 2.995,00 €
Wofür der vertragliche Stundenlohn gilt
- Mit dem vertraglichen Stundenlohn gerechnet werden alle Zuschläge der Zeitkategorien, auch die bei Krankheit und Freistellung, Bereitschaft und Vertretung, wenn sie nach Stunden bezahlt werden, und die Überstundenauszahlung.
- Mit dem rechnerischen Stundenlohn bleiben die Urlaubsabgeltung, die Abzüge Kind krank (Abzug) und Unbezahlte Freistellung (Abzug) und die Lohnkürzung Zeitkonto.
- Das Monatsgehalt selbst ändert sich nicht.
Kürzungen des Festgehalts
Für Tage, an denen kein Entgelt zusteht, zieht eine eigene Zeile einen Teil des Monatsgehalts ab:
Nach Kalendertagen, Monatsgehalt × Tage ÷ Kalendertage des Monats:
- Vor Eintritt / nach Austritt (kein Entgelt); der Eintritts- und der Austrittstag sind bezahlt,
- Mutterschutz (kein Entgelt) und Elternzeit (kein Entgelt),
- Keine Entgeltfortzahlung (ab Tag 43) für Krankheitstage nach dem Ende der Entgeltfortzahlung.
Beispiel: Eintritt am 11. eines Monats mit 30 Tagen: 2.900,00 € × 10 ÷ 30 = 966,67 € Abzug.
Nach Arbeitstagen, Arbeitstage × Abwesenheitsstunden pro Tag × rechnerischer Stundenlohn:
- Kind krank (Abzug),
- Unbezahlte Freistellung (Abzug).
Um dieselben Tage sinken auch die Stunden pro Monat im Zeitkonto. Eine Elternzeit in Teilzeit kürzt nicht: Für ihre Tage gelten das Teilzeitgehalt und die Teilzeitstunden.
Bei Stundenlohn gibt es diese Zeilen nicht: An solchen Tagen gibt es keine bezahlten Dienste.
Zuschläge
Zuschläge legen Sie über die Zeitkategorien fest: welche Zeiten (etwa Nacht, Sonntag, Feiertag) mit welchem Zuschlag bezahlt werden. Jede Zeitkategorie mit Stunden im Monat bekommt eine eigene Zeile:
- Prozent: Stunden × Stundenlohn × Prozentsatz,
- Fester Betrag: Stunden × Betrag je Stunde.
Ob ein Zuschlag zur Basiszeit hinzukommt oder sie ersetzt, legen die Kombinationen fest:
- Ist die Zeitkategorie mit der Basiszeit kombinierbar, bleiben ihre Stunden in der Basiszeit, und der Zuschlag kommt obendrauf. So legen es die Vorlagen an.
- Ist sie es nicht, fehlen ihre Stunden in der Basiszeit, und bezahlt wird nur, was die Zeitkategorie selbst ergibt.
Ein Satz von 0 zahlt den vollen Stundenlohn
Ist der Zuschlag einer Zeitkategorie 0 oder leer, zahlt ihre Zeile die Stunden zum vollen Stundenlohn (100 %), nicht zu 0 €. Das passt zu einer Zeitkategorie, die die Basiszeit ersetzt. Ist sie dagegen mit der Basiszeit kombinierbar, werden diese Stunden doppelt bezahlt. Dasselbe gilt für die Bereitschaft nach Stunden, nicht aber für die Vertretung: Dort heißt 0, dass nichts dazukommt.
Mit Reduzierte Anrechnung zählen Stunden in bestimmten Zeitfenstern nur anteilig: Die Zeile Reduzierte Anrechnung zieht bei Stundenlohn den entsprechenden Grundlohn ab. Die Zuschläge bleiben. Teamsitzungen zählen immer voll.
Pausen
Pausen sind unbezahlt. Assistenz Connect zieht sie je Dienst nach der Dauer des ganzen Dienstes ab, auch über Mitternacht. Die Standardregeln:
| Dienstdauer | Pause |
|---|---|
| bis einschließlich 6 Stunden | keine |
| über 6 bis einschließlich 9 Stunden | 30 Minuten |
| über 9 Stunden | 45 Minuten |
Ein Dienst von genau 9 Stunden bekommt also 30 Minuten. Die Regeln ändern Sie unter Pausenzeiten; für einen Assistenznehmer können eigene Regeln gelten.
- Pausen gelten für gearbeitete Dienste, übernommene Vertretungen, vom Arbeitgeber abgesagte Dienste sowie kranke und freigestellte Dienste. Teamsitzungen und Bereitschaften haben keine Pause.
- Stundenlohn: Die Pause geht von der Basiszeit ab, bei kranken und freigestellten Diensten von den Krankstunden bzw. der Freistellung. Die Zeile Pausenzeit zeigt die Pausen der gearbeiteten Dienste, ohne eigenen Betrag.
- Festgehalt: Das Gehalt bleibt gleich; die Pausen senken die Stunden, die der Monat dem Zeitkonto anrechnet.
Teamsitzung
Wie eine Teamsitzung bezahlt wird, legt der Schalter Teamsitzungen mit Zeitkategorien vergüten in der Karte Lohnberechnung fest. Er ist standardmäßig aus.
- Ausgeschaltet: Die Zeile Teamsitzung bezahlt bei Stundenlohn die Stunden der Teamsitzung zum Stundenlohn, ohne Zuschläge. Bei Festgehalt bringt sie kein Geld.
- Eingeschaltet: Die Teamsitzung wird bezahlt wie ein Dienst zur selben Zeit: Ihre Stunden stehen in der Basiszeit, und die Zeitkategorien bringen ihre Zuschläge, bei Festgehalt zusätzlich zum Monatsgehalt. Ersetzt eine Zeitkategorie die Basiszeit (siehe Kombinationen), fehlen ihre Stunden dort wie bei einem Dienst. Keine Stunde wird doppelt bezahlt: Eine solche Sitzung fehlt in der Zeile Teamsitzung.
Eingeschaltet nennt der Rechenweg der Basiszeit und jeder Zeitkategorie die Sitzung unter Herkunft als eigenen Eintrag mit dem Kennzeichen Teamsitzung (B), neben den Diensten:


In beiden Fällen zählt eine Teamsitzung voll als Arbeitszeit, ohne Pause und ohne reduzierte Anrechnung; bei Festgehalt zählen ihre Stunden im Zeitkonto.
Krankheit und Freistellung
Fällt ein geplanter Dienst wegen Krankheit oder Freistellung aus, bekommt die Assistenz, was der Dienst gearbeitet gebracht hätte:
- Stundenlohn: Die Zeile Krankstunden bzw. Freistellung bezahlt die Dienstzeit abzüglich Pause zum Stundenlohn. Zuschläge gibt es für Zeitkategorien, bei denen Berechnung bei Abwesenheit dafür eingeschaltet ist, auf die volle Dienstzeit; steuerfreie Zuschläge stehen dann in einer eigenen Zeile wie Krank Nacht, denn bei Krankheit sind sie steuerpflichtig.
- Festgehalt: Das Monatsgehalt läuft weiter; dazu kommen dieselben Zuschläge.
- Ab dem 43. Tag einer Krankheit endet die Entgeltfortzahlung: Kranke Dienste werden nicht mehr bezahlt, bei Festgehalt kürzt die Zeile Keine Entgeltfortzahlung (ab Tag 43).
- Krankheitstage ohne geplanten Dienst bezahlt Assistenz Connect nur, wenn in der Karte Lohnberechnung Krankheitstage ohne Dienst vergüten eingeschaltet ist: bei Stundenlohn mit dem Tageswert der Urlaubsberechnung, bei Festgehalt mit dem Durchschnitt der Zuschläge der letzten drei Monate.
Urlaub
Bei Stundenlohn trägt die Zeile Urlaubstage das Geld der Urlaubstage, berechnet nach der Urlaubsberechnung Ihrer Organisation (siehe Urlaubsvergütung). Bei Festgehalt deckt das Monatsgehalt den Urlaub ab. Die Urlaubsabgeltung für ausgezahlte Urlaubstage gibt es bei beiden Lohnarten.
Bereitschaft und Vertretung
Wie Bereitschaften und Vertretungen bezahlt werden, legen Sie unter Bereitschaft und Vertretung fest, für die Organisation und auf Wunsch abweichend je Assistenznehmer.
- Bereitschaft: keine Arbeitszeit, also weder Basiszeit noch Pause. Bezahlt wird entweder ein Betrag je Bereitschaft (Zeile Anzahl Bereitschaften) oder je Stunde (Zeile Bereitschaftszeit), als Prozentsatz vom Stundenlohn oder als Betrag je Stunde. Das ist die ganze Bezahlung dieser Stunden. Am Wochenende und an Feiertagen kann statt des normalen ein anderer Satz gelten. Bei Festgehalt kann der bezahlte Anteil der Bereitschaftsstunden statt ausgezahlt dem Zeitkonto gutgeschrieben werden.
- Vertretung: Übernimmt eine Assistenz einen Dienst, wird er ihr wie ein gearbeiteter Dienst bezahlt (Basiszeit, Zuschläge, Pause). Dazu kommt auf Wunsch eine Vertretungszeile: Anzahl Vertretungen (Anzahl × Betrag) oder Vertretungszeit (Dienstdauer einschließlich Pause × Stundenlohn × Prozentsatz, oder × Betrag je Stunde; ein Satz von 0 ergibt 0 €). Ist ein Dienst als Eil-Vertretung gekennzeichnet, gilt statt des normalen Vertretungssatzes der Eil-Satz (Anzahl Eil-Vertretungen, Eil-Vertretungszeit).
Absagen
- Abgesagt Arbeitgeber: Der Dienst wird bezahlt wie gearbeitet, mit Basiszeit, Zuschlägen und Pause. Die Zeile Abgesagt Arbeitgeber zeigt nur seine Stunden, ohne eigenen Betrag.
- Abgesagt Arbeitnehmer: Der Dienst wird weder bezahlt noch angerechnet. Die Zeile zeigt die Stunden, ohne Betrag; abgezogen wird nichts. Bei Festgehalt fehlen die Stunden im Zeitkonto.
Den Status eines Dienstes ändern Sie unter Dienst Status.
Weitere Zeilen
- Pauschalzahlungen: eine Zeile je Pauschalzahlung, mit ihrem festen oder berechneten Betrag.
- Überstundenauszahlung (Festgehalt): Stunden, die aus dem Zeitkonto ausgezahlt werden, von Hand oder über eine Zeitkonto-Grenze, zum vertraglichen bzw. rechnerischen Stundenlohn.
- Lohnkürzung Zeitkonto (Festgehalt): Minusstunden unter einer Untergrenze, zum rechnerischen Stundenlohn.
Rundung
Jede Gehaltszeile wird auf den Cent gerundet; Gesamt ist die Summe der gerundeten Zeilen. Stunden zählen auf die Minute genau und stehen mit zwei Nachkommastellen: 7 Stunden 20 Minuten sind 7,33 h.
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